Blog

die AfricaTwin ist startklar

Vorbereitung – Zwischen Planung und Vorfreude

Eine Reise wie Viva Iberia beginnt nicht am ersten Kilometer.
Sie beginnt am Schreibtisch. In der Garage. Im Kopf.

Die Idee stand – die Iberische Halbinsel umrunden. Doch zwischen Idee und Abfahrt liegt Vorbereitung. Und die ist bei einer mehrwöchigen Motorradtour mehr als nur Kofferpacken.

Die Route – grob, aber bewusst offen. Ich habe die Strecke nicht bis ins Detail durchgeplant.

Zeitfenster:

Start Anfang Juni 2025 - Ende offen!
(eigentlich wollte ich schon Anfang Mai losfahren. Aber Corona machte mir hier einen Strich durch die Rechnung. Anfag Juni fühlte sich mein Körper bereit für die Reise)

Ein paar Fixpunkte:

  • Die Pyrenäen.
  • Die Picos de Europa.
  • Die Bardenas Reales.
  • Der Atlantik.
  • Die Serra da Estrela.
  • Cabo Sao Vicente/Sagres – der südwestlichste Punkt Europas.

Dazwischen: Raum.
Für spontane Abzweigungen. Für Empfehlungen unterwegs. Für Wetterkapriolen.

Autobahn, wenn nötig. Kleine Straßen, wann immer möglich.
Ein Navigationsgerät als Werkzeug – aber nicht als Diktator.

Eine große Hilfe und Gedankenstütze war mir meine Google-MyMaps-Karte, die ich mir schon Monate vorher angelegt und immer wieder mit interessanten POIs und Übernachtungsmöglichkeiten gefüttert hatte. Diese Karte habe ich dann auch immer wieder aufgerufen und bei der abendlichen Planung des kommenden Tages genutzt. Das war perfekt!

myMaps1myMaps2myMaps3

 

 

 

 

 

Das Motorrad – Vertrauen ist alles

Die Africa Twin wurde vor der Abfahrt gründlich vorbereitet:
Inspektion, frische Flüssigkeiten, Bremsen geprüft, Kette, Reifen.
Werkzeug, Ersatzbirnen, Flickzeug, ein paar essentielle Ersatzteile.

Auf so einer Reise ist das Motorrad nicht nur Fortbewegungsmittel – es ist Partner.
Man muss sich aufeinander verlassen können.

Ausrüstung – weniger ist mehr

Zelten oder Hotel?
Die Antwort lautete: beides.

Ein leichtes Zelt, Isomatte, Schlafsack.
Für die Freiheit, dort zu bleiben, wo es schön ist.

Dazu ein paar bewusst geplante Hotelstopps – zum Durchatmen, Wäschewaschen, Klimaanlage genießen.
Gerade im Süden Europas keine unwichtige Entscheidung.

Kleidung reduziert auf das Nötigste.
Funktionswäsche, ein paar zivile Sachen, Regenkombi.
Was nach zwei Wochen nicht vermisst wird, hätte man nicht gebraucht.

Die Ausrüstungsgegenstände:

Seitenkoffer links:
Zelt Decathlon MT900 2 Personenzelt mit FootPrint
Innenzelt mit Heringen, Leinen, Kopfkissen, Innenschlafsack
Aussenzelt, Footprint Tarp Tarppools
diverses für Camping
Camp.Stuhl
Sitzkissen2
Klopapier und Mülltüten
Isomatte


Seitenkoffer rechts:
Sitzkissen1
Beil,Säge,Schaufel
Bialetti mit Kaffeepulver
Waschsack mit Rei
Trangia mit Zubehör
Hobokocher
Becher
Brennspiritus in Trangiaflasche
gefriergetrocknetes Essen (10*)
Kompressor
Werkzeugrolle
Holzbrett

Rucksack:
Sonnenbrille
Ersatzschlauch
Motul Kettenfett
Erste Hilfeset
Medikamente
Kamera mit Akkus
2 Flaschen Wasser
1 Wasserblase

Tankrucksack:
Powerbank 2
Outdoormesser
Ersatzhandyhalterung
Iphone zum Navigieren
Pixel-Handy
Geldbörse
Umhänge-Geldbörse
KFZ-Papiere
Reisepass

Gepäckrolle:
Powerbank 1
Kabel und Ladegeräte, Karten, Ipad
Schlafsack
Kleidung
Schuhe
Sandalen
Handtuch2
Handtuch1
Kulturbeutel

Topcase:
Ersatzbrille
Kleines Stativ
Seflistick
Kombi Inlett
Motorrad-Regenjacke
Motorrad Regenhose
Regenhandschuhe
Sommerhandschuhe
Endurohandschuhe

Aufteilung: 

Koffer links - Schlafzimmer/Camping - 6,8 kg

Koffer rechts - Camping-Küche und Werkzeug - 6,7 kg

Gepäckrolle - Hotel/Kleidung - 8,3 kg

Rucksack - alles, was schnell verfügbar sein muss und Trinkwasser - 1,7 kg

Tankrucksack - Elektronik, Papiere, Geldbörse - 0,6 kg

Topcase - Regensachen - 2,8 kg

Gesamtgewicht: 27 kg

Die Aufteilung hat sich im Nachhinein sehr bewährt, da ein bei einer Hotelübernachtung nur die Gepäckrolle und Tankrucksack gebraucht wurde und alles andere am Bike verbleiben konnte!

 

Mentale Vorbereitung – Allein unterwegs

Vielleicht der wichtigste Punkt.

Alleine zu reisen bedeutet:
Keine Kompromisse – aber auch keine geteilte Verantwortung.
Entscheidungen trifft man selbst.
Fehler auch.

Ich habe mich gefragt:
Werde ich die langen Tage allein genießen können?
Was passiert, wenn etwas schiefgeht?
Wie gehe ich mit Hitze, Müdigkeit oder unerwarteten Situationen um?

Die Antwort konnte ich nicht planen.
Ich konnte nur losfahren.

Respekt vor der Hitze

Mir war klar: Der Süden im Sommer wird fordernd.
Deshalb: früh starten, viel trinken, Pausen einlegen.
Nicht stur am Plan festhalten.
Der Körper bestimmt das Tempo – nicht die Kilometer.

Der letzte Abend vor der Abfahrt

Das Motorrad gepackt.
Die Taschen verzurrt.
Noch einmal alles durchgegangen.

Und dann dieser Moment:
Ein leichtes Kribbeln.
Eine Mischung aus Vorfreude, Unsicherheit und Abenteuerlust.

Die Reise war bereit.
Jetzt musste ich es nur noch sein.

letzte Artikel

Gorges de Galamus

Alu Top Case Bagtecs XB22

Alu Top Case Bagtecs XB22

Herbsttour 2022

Herbsttour 2022