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Wandertag auf dem Camino nach Comillas

Wandertag auf dem Camino nach Comillas

15.06.2025
Tag 10 – Zu Fuß ins Grüne, danach zurück ans Meer

Heute blieb die Africa Twin stehen. Statt Motor: Schritte. Statt Helm: Weitblick.

Ich machte mich auf zur kleinen Wanderung zum Aussichtspunkt La Corneja, nicht weit vom Campingplatz entfernt. Der Weg dorthin führt durch grüne Hänge, vorbei an Weiden und schmalen Pfaden. Die Luft war feucht, aber mild – perfekte Bedingungen, um einmal richtig durchzuatmen.
Oben auf La Corneja weitet sich der Blick: sanfte Hügel, das Rauschen des nahen Atlantiks, kleine Dörfer in der Ferne. Ein Ort, an dem man einfach sitzt und nichts sagen muss. Die Art von Stille, die nicht leer ist, sondern voll.
Nach dem Abstieg ging’s weiter – in das nur wenige Kilometer entfernte Comillas. Ich ließ mir Zeit, spazierte durch den Ort und am Strand entlang, aß Seefood in einer kleinen Taverne und schaute den Möwen beim Kreisen zu.
Ein ruhiger Tag. Mal keine Kurvenjagd, sondern eine Wanderung entlang des Pilgerwegs nach Santiago de Compostella. Nur der Versuch, für einen Moment einfach da zu sein. Und das war genug.

⤍ Tag 10
🚶 Wanderung: Aussichtspunkt La Corneja – Natur, Weite, Ruhe
📍 Ziel am Nachmittag: Comillas – Küstenstadt mit Charme und Gaudí
🍽️ Highlight: Fischessen mit Meerblick
🌤️ Wetter: Wechselhaft, aber freundlich genug für Wege zu Fuß
🙋Begegnung: ich ging ein Stück des Wegs mit einem Pärchen aus Südamerika (Argentinien und Chile) - sie haben noch ca 25 Tage vor sich für die noch über 500 km nach Santiago de Compostella
🧭 Stimmung: Bewegung ohne Hast – ein Tag zum Ankommen im Jetzt

Vorschau Tag 11 – In die Berge, ohne Ballast

Morgen bleibt das Zelt, wo es ist – Camping El Helguero wird zur Basisstation. Die Africa Twin aber darf wieder atmen: eine große Runde durch die Picos de Europa steht an. Ohne Gepäck, ohne Zielvorgaben, nur mit Tank, Kamera und offenen Sinnen.

Ich werde früh starten, wenn die Straßen noch leer sind und der Nebel in den Tälern hängt. Geplant ist eine Schleife über Panes, dann vielleicht durch die Schlucht des Cares, hoch in Richtung Fuente Dé, eventuell bis zu den Seen von Covadonga. Was geht, hängt vom Wetter und dem Gefühl ab.

Die Picos sind anders. Kantig. Hoch. Kühl. Sie verlangen Respekt – und schenken im Gegenzug Weite, Stille und Serpentinen, die süchtig machen. Der Tag wird lang, aber leicht. Kein Ballast, kein Zelt, kein Suchen. Nur Straße, Fels, Himmel. Und ich mittendrin.

Am Abend geht’s zurück ans Meer, ans Zelt, in den Schlafsack – und mit dem Rauschen der Atlantikbrise wieder zur Ruhe.  

 

 

 

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