18.06.2025
Tag 14 – Vom Rio Luna bis nach Portugal
Morgens rolle ich los – mit Flüssen als Wegweiser.
Zuerst entlang des Rio Luna, durch stille Täler mit karger Schönheit. Dann folge ich dem Rio Sil, der sich durch Kastilien gräbt, vorbei an Toreno. Dort wechsle ich kurz auf die Autovía, um zügig nach Ponferrada zu kommen – ein kurzer Sprung in die Stadt mit ihrer Templerburg, dann weiter westwärts.
Die N120 bringt mich in Flussnähe zum Rio Miño, Galiciens großer Lebensader. Ihm folge ich bis Valença – wo ich die Grenze nach Portugal überquere.
Das Ziel: der Campingplatz Orbitur Caminha, ganz im Norden Portugals, wo der Miño ins Meer fließt. Eine kleine, grüne Enklave zwischen Atlantik und Fluss, ideal für die nächste Etappe.
Ein Reisetag wie ein Flusslauf – ruhig, manchmal wild, immer in Bewegung
Kurz vor Orense am Rio Mino ist eine kleine Pause angesagt. Bei über 30 Grad ist es nötig, dass man viel Wasser trinkt.
Ab Orense gibt es ein Stück Autobahn bis kurz vor Vigo, dann gehts bald über die Grenze nach Portugal. Weiter geht es nach Caminha zum Camping direkt am Grenzfluß Rio Mino und Atlantik. Die Temperaturen sind moderat, immer ein wenig Wind.
Angekommen
Die Route hat gehalten, was sie versprach: Vom Rio Luna über den Sil, vorbei an Ponferrada, entlang des Miño bis nach Portugal. Das Motorrad läuft wieder rund, die Landschaft hat sich Schicht für Schicht verändert – Galicien wurde grüner, das Licht weicher, der Atlantik näher.
Jetzt: Camping Orbitur Caminha. Ein Pinienwald direkt an der Mündung des Rio Minho in den Ozean. Der Boden duftet nach Harz und Meer. Die Geräusche – Wind in den Bäumen, Möwenrufe, ferne Brandung – mischen sich zu einer sanften Kulisse.
Das Essen im Camp-Restaurant war eine Überraschung: Spaghetti Vongole, wie man sie in Italien kaum besser bekommt. Frisch, würzig, auf den Punkt.
Morgen wird pausiert. Ruhetag: Wäsche, etwas Pflege für die Africa Twin, und – endlich – ein Sprung ins Meer.
19.06.2025
Ruhetag und Planungen für den nächsten Tag
Ausgeruht kann es morgen weitergehen. Kleiner Mopedservice ist gemacht, dann
heißt es Abschied nehmen vom Atlantikrauschen und den Pinien von Caminha – die Reise geht weiter Richtung Süden.
Folgendes ist geplant:
Erster Stopp: Porto. Ein kurzer Stadtbesuch – gerade genug Zeit für einen Bummel entlang des Rio Douro, vielleicht ein Cafe auf der Ribeira, ein Blick auf die alte Brücke von Dom Luís I. Großstadtflair im Vorbeifahren.
Dann folgt die Straße der Straßen: die legendäre EN222 – kurvenreich, panoramabeladen, zwischen Weinbergen und Flussläufen. Eine der schönsten Strecken des Landes, gemacht für Motorräder.
Ziel des Tages: ein kleiner Ort am Rand des Naturparks Serra da Estrela. Hier beginnen die Berge, die Luft wird frischer, die Landschaft rauer. Ein ruhiger Ort, um anzukommen und die Höhen zu spüren, bevor es am nächsten Tag richtig in die Serra geht.


















