20.06.2025
Tag 16 – Von Porto in die Hitze
Ein kurzer Abstecher nach Porto – nur ein Hauch Stadt, aber ein schöner. Cafépause, nicht an der Uferpromenade, sondern im alten Fischerviertel in 2. Reihe. Dann die Brücke Dom Luís I. Der Douro, die Fassboote, das flirrende Licht – genug, um einen Eindruck mitzunehmen.
Dann weiter auf der viel gerühmten N222 – entlang des Douros, der sich durch Weinberge und kleine Dörfer windet. Doch die Erwartungen waren wohl zu hoch: Für jemanden, der die Pyrenäen, das Vercors, die Verdonschlucht oder die Westalpen kennt, war es – bei aller landschaftlichen Schönheit – zu langsam, zu eng geführt, zu heiß. Die Hitze ist kaum auszuhalten, 41 Grad - und noch 80 km. Diese Temperaturen sind einfach zu viel fürs Fahren mit Genuss.
Am Nachmittag: Ankunft am Fuß der Serra da Estrela.
Kein Zelt heute, sondern ein kleines, kühles Hotel mit Klimaanlage und sehr guter Küche. In Carragozela, einem winzigen Bergdorf am Fuße der Serra de Estrela habe ich eine wunderbare Bleibe im Casas do Terreiro gefunden (ich bin wieder mal der einzigste Gast). Das Moped parkt am Dorfplatz (bewacht von den dort jeden Tag unter Bäumen sitzenden Senioren, die interessiert und beeindruckt von der AfricaTwin waren).
Der Bacalhau, den ich zum Abendessen bekam – knusprig, salzig, auf den Punkt – war ein kulinarischer Lichtblick und auch das Nationalgericht Portugals.
Ich darf die Vorspeise nicht vergessen: Petiscos (Oliven, Schinken, Käse, Chips).
Morgen geht es durch den Naturpark, hinauf in die Berge – auf der Suche nach Kurven, Aussicht und ein bisschen Frische. Dann weiter, grob Richtung Lissabon.

























